PFÄLZISCHER  SCHACHBUND  E.V.

Mitglied im Sportbund Pfalz und im Schachbund Rheinland-Pfalz

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Präsident PSB

Vizepräsident SBRP

 

Klaus Kehrein

Föhrenweg 2

67661 Kaiserslautern

 

Telefon/Telefax PSB:        0631-54401

Email:                KK1VPSB@aol.com

 

Telefon/privat:      0631-51771

 

Kaiserslautern, den 19. Feb. 2006

 

PSB, Klaus Kehrein, Föhrenweg 2, 67661 Kaiserslautern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahresbericht – Rechenschaftsbericht 2005

 

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde!

 

Nach den neuesten Mitgliederzahlen konnte der PSB seinen Mitgliederbestand gegenüber dem Vorjahr halten (1.1.2006: 2.787, 1.1.2005: 2.778). Sehr hoch ist der Anteil der passiven Mitglieder mit 640, hiervon 557 Erwachsene. Hier ist die Tendenz festzustellen, dass die Vereine wegen der hohen Verbandsabgaben von 17,50 €/Erwachsene (hiervon entfallen 14,50 € auf den DSB und SBRP) nur noch die tatsächlich spielaktiven Mitglieder melden. Leider hat sich das „Vereinssterben“ fortgesetzt; hatten wir vor 15 Jahren noch 79 Vereine/Schachabteilungen, hat sich die Zahl zum 1.1.2006 (durch Abmeldungen, Fusionen) auf 68 verringert.  

 

Die Mitgliedergewinnung im Erwachsenenbereich gestaltet sich zunehmend schwieriger. Während wir bei den Schülern und Jugendlichen und bei den Senioren (> 60 Jahre alt) Zuwachsraten haben, schwindet der Mitgliederanteil der Altersgruppe 19 bis 59 Jahre. Diese Mitgliederentwicklung spüren auch viele Vereine bei der Gewinnung von ehrenamtlichen Funktionsträgern.

 

Eine weitere Entwicklung bereitet mir zunehmend Sorgen. Während wir durch die Änderung der Turnierordnung ab dieser Saison das „unsportliche Freilassen von Brettern“ mit Geldbußen ahnden und dadurch erreichen, dass die vorderen Bretter besetzt und dem Nachwuchs an den hinteren Brettern Einsatzmöglichkeiten eröffnet werden, ist eine neue unsportliche Entwicklung festzustellen. Durch die stark zunehmende Kommerzialisierung (auch beim Schachspitzensport läuft ohne Geld fast nichts mehr) des Schachsports tritt bedauerlicherweise eine neuartige Wettbewerbsverzerrung in den höheren Ligen auf.  Vereine sparen die hohen Kosten für ihre von außerhalb kommenden Spitzenspieler und treten nur dann mit stärkster Mannschaft an, wenn es um die Meisterschaft, den Abstieg oder gegen bestimmte Gegner geht. 8:0 kampflose Niederlagen und stark ersatzgeschwächte Mannschaften in den höchsten Spielklassen schaden dem Schachsport. Hier plädiere ich dafür, dass dies künftig härter bestraft wird (und die betreffenden Vereine künftig keine Kosten- Nutzungsanalysen mit dem Ergebnis anstellen können, dass sich der Nichtantritt finanziell lohnt).

 

Wie Sie aus den von unserem Schatzmeister Gregor Johann sehr transparenten Haushalt 2005 entnehmen können, setzen sich die Haushaltseinnahmen des PSB wie folgt zusammen:

 

      Werbeeinnahmen etc.)                                       3.225 €

                                                                                20.275 €

 

Die Beitragseinnahmen machen also lediglich 35,75 v.H. unserer Gesamteinnahmen aus. Hoffen wir, dass nach den bedeutsamen Entwicklungen im Sport (Fusion Deutscher Sportbund und NOK) und den finanziell ungünstigen Prognosen für die Zukunft (Liberalisierung des Wettspielmarkts mit der Folge, dass keine, zumindest weit aus weniger Mittel für den Sport zur Verfügung stehen werden), wir auch weiterhin unseren PSB-Haushalt mit nahezu 50 v.H. aus Mitteln des Sports bestreiten und unsere vielfältigen Ausgaben mit Beiträgen von nur 3 €/Mitglied finanzieren können.

 

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder 9 Vereinen Zuschüsse für Spielmaterial etc. in Höhe von insgesamt 2.900 € auszahlen. Den jährlichen Schachkongress bezuschussen wir mit 1.600 €, an die SJP überweisen wir 4.500 €. Nur durch das große Engagement unserer ehrenamtlich tätigen Mitglieder auf Bezirks- und Fachverbandsebene und durch eine sehr sparsame Haushaltsführung gelang es uns erneut, mit einem fast unveränderten Finanzbestand von rd. 30.000 € den Haushalt des Jahres 2005 abzuschließen.

 

Aus Anlass ihres 50jährigen Vereinsjubiläums richteten die Schachfreunde aus Dahn in der Stadthalle „Haus des Gastes“ den 74. Pfälzischen Schachkongress aus. Trotz der „Randlage“ war der Kongress an dem idealen Austragungsort gut besucht. Es wurde hervorragender Schachsport geboten. Die Dahner Schachfreund haben ihren 1. Schachkongress hervorragend gemeistert.

 

Der SK Bann schickt sich als aktueller Tabellenführer der 2. Bundesliga Gruppe Süd an, die Tür des Oberhauses aufzustoßen. Oft wird nur noch dem Spitzensport in den Medien Platz eingeräumt und dadurch bei einem breiten Publikum für unsere „Randsportart“ Werbung betrieben. Deshalb ist auch der bezahlte Schachsport für unsere Sportart bzw. für den Breitensport von existenzieller Bedeutung.

 

Die SG Kaiserslautern steht als Aufsteiger in die Oberliga Südwest zur Zeit auf dem 2. Platz und errang am 22. Januar 2006 mit dem Sieg im Deutschen Mannschaftspokal gegen den Erstbundes-ligisten Bad Godesberg (und dem Erreichen des Viertelfinales am 4. März gegen den Erstbundesligisten SG Heidelberg-Kirchheim) den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Nach der Ausrichtung der RLP-EM 2005 richtet der Kaiserslauterer Verein in diesem Jahr den 75. Pfälzischen Schachkongress, in den Sommerferien erneut die Rheinland-Pfalz-Einzelmeisterschaften, am 2. April die Zentralrunde der oberen Schachligen (mit 320 Teilnehmern) und am 2. Dezember 2006 die Deutsche Blitzeinzelmeisterschaft aus. Ein Mammutprogramm, das sich die Lauterer für dieses Jahr vorgenommen haben.

 

Weitere pfälzische Vereine sind in den oberen Ligen gut vertreten: Der SK Landau belegt in der Oberliga zur Zeit den 4. Platz, die 1. Rheinland-Pfalz-Liga wird von den Schachfreunden Schwegenheim angeführt, in der 2. Rheinland-Pfalz-Liga liegt Pirmasens mit zwei weiteren Vereinen punktgleich auf dem 1. Platz.

 

FIDE-Meister Torsten Lang errang bei den Deutschen Schnellschachmeisterschaften des Jahres 2005 einen hervorragenden 3. Platz. Stolz sind wir darauf, dass unserem Referenten für Problemschach, Schachfreund Franz Pachl, der Großmeistertitel im Problemschach verliehen wurde.

 

Für ihr  Engagement im Schachsport wurden mehrere Schachfreunde aus dem Präsidium des PSB geehrt. Der Unterzeichner wurde vom Landessportbund mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet, Rudi Kirschbaum vom Sportbund Pfalz ebenfalls mit der Silbernen Ehrennadel (und vom PSB mit der Goldenen Ehrennadel) und Gregor Johann mit der Bronzenen Ehrennadel. Für ihr langjähriges und erfolgreiches Wirken im PSB wurden die Schachfreunde Jan Cerny und Volker Drüke mit der Silbernen Ehrennadel des PSB geehrt.

 

Besonders bedanken möchte ich mich abschließend nochmals bei meinen pfälzischen Schachfreunden für die vielen Glückwünsche und Geschenke, die ich aus Anlass meines 65. Geburtstages im November  entgegen nehmen durfte. Mein Dank gilt auch allen Schachfreunden, die mich im 12. Jahr meiner Präsidentschaft  kollegial und fachkundig unterstützt haben.

 

Klaus Kehrein, Präsident des PSB