Bemerkungen zur
SBRP-Frauenmeisterschaft 2006 im Blitz- und Schnellschach
Für den 04. November hatte der SBRP den zweiten Anlauf unternommen, die Blitz- und Schnellschachmeisterschaft der Frauen durchzuführen. Seitens des Präsidiums war gefordert worden, dass mindestens zehn Frauen teilnehmen sollten, und genau diese Zahl wurde auch erreicht. Allerdings war dies nur möglich, weil das Turnier in den Räumen des TSV Schott Mainz ausgerichtet wurde, und Erich Siebenhaar als Vereinschef die Garantie gab, dass nötigenfalls die Zahl der Teilnehmerinnen bis zur Mindestzahl von zehn Spielerinnen durch den TSV Schott Mainz aufgefüllt würde.
Leider musste dieses Versprechen auch in Anspruch genommen werden, da beim Blitzschach lediglich vier Teilnehmerinnen anwesend waren (davon mit Annette Klein eine Gastspielerin der Frauenmannschaft des TSV), beim Schnellschach immerhin schon sechs, die einem anderen Verein als dem TSV Schott Mainz angehören. Insgesamt ist diese Resonanz enttäuschend, da sowohl die Rahmenbedingungen als auch die Preisgestaltung durchaus attraktiv waren. Keine Spielerin des Regionalligisten SV Worms, keine der TSG Mutterstadt, keine Kaderspielerin hielt es für nötig, die Meisterschaft des SBRP zu besuchen. Dabei wurden im Vorfeld die Frauenreferenten der Regionalverbände befragt, um Überschneidungen zu vermeiden, Veröffentlichungen in der Rochade und auf der Homepage wiesen auf die Veranstaltung hin, und alle Vereine der Rheinland-Pfalz-Ligen wurden gesondert angeschrieben.
Trotzdem: die erhoffte Beteiligung blieb aus. Lediglich der TSV Schott Mainz aktivierte seine Frauen, alle anderen glänzten durch Abwesenheit.
Allen sei ins Stammbuch geschrieben: Man kann nicht nur fordern, man muss auch geben. Wer eine Förderung des Frauenschachs durch den SBRP möchte, der muss auch bereit sein, an Meisterschaften des SBRP teilzunehmen. Sonst führt sich das Frauenschach selbst in die Sackgasse.
Lothar Kirstges